Reisebericht über Lluchmajor, Mallorca

Die landschaftlich reizvolle Insel Mallorca ohne den gigantischen Touristentrubel kennen zu lernen, war unser Ziel für die nächsten drei Urlaubswochen. Wir entschieden uns für das Städtchen Llucmajor, das wir schon einige Male auf unseren Mallorcareisen durchfahren haben. Mit einem Mietwagen vom Flughafen Palma aus, erreichten wir den Ort über die Autobahn nach nur knapp 20 Minuten. Der Ort selbst ist zwar die drittgrößte Stadt auf Mallorca, bekannt durch seine Schuhindustrie, aber so ruhig und verschlafen, dass wir uns sicher waren, hier die Ruhe und Entspannung zu finden, die wir uns für unseren Urlaub wünschten.

Aufmerksam wurden wir auf Llucmajor durch das neue Projekt für den Ökotourismus in Llucmajor, und in einer der zehn teilnehmenden Fincas, welche alle etwas außerhalb des Ortes liegen, fanden wir unser Quartier. Ein kleines Landhaus inmitten eines ruhig gelegenen, wildromantischen Naturgrundstücks. Die Umgebung von Llucmajor ist einfach traumhaft. Am Fuße des Berges Puig de Randa leben die Menschen (ca. 9.000 Einwohner) noch überwiegend von der Landwirtschaft und im Frühjahr erblühen hier tausendfach die Mandel- und Aprikosenbäume.

Von unserem Häuschen aus starteten wir unsere Ausflüge über die Insel. Doch als erster Programmpunkt auf unserer Liste stand Llucmajor und seine Sehenswürdigkeiten.

Das Städtchen selbst, mit seinen engen Gassen und wunderhübschen Häusern, strahlt Ruhe und Gelassenheit aus.


Am Marktplatz findet man das 1928 erbaute Kaffeehaus Cafe Colon sowie weitere kleine Restaurants und Bodegas, wie man die Weinstuben auf spanisch nennt.

In der Fischhalle erstanden wir unsere ersehnten, kulinarischen Fischspezialitäten, die wir in unserer Finca ganz in Ruhe zubereiteten und genossen. Natürlich gönnten wir uns nach der Rückkehr von unseren Tagesausflügen an die Küste oder dem Landesinneren Mallorcas, auch die gehobene mallorquinische Küche im Es Reco de Randa, einem Restaurant mit tollem Ausblick von der Terrasse aus auf die abendliche Landschaft Llucmajors.

Ganz besonders beeindruckt hat uns das Kloster Santuari de Nostra Senyora de Cura, welches zu den beliebtesten Wallfahrtsorten der Insel gehört. 1929 entstand es nach der christlichen Rückeroberung Mallorcas durch den König Jaime I von Aragón. Seit 1913 steht es unter der Nutzung und Verwaltung der Franziskaner.

Mehr als erstaunt waren wir, als wir erfuhren, dass seitens der dort lebenden Mönche, ein Teil des Klosters als Hotel betrieben wird, das nicht nur von Pilgern besucht wird. Die Pfarrkirche San Miguel aus dem 13. Jahrhundert direkt in Llucmajor, stand ebenfalls auf unserem Erkundungsprogramm des Ortes.

Nach dreiwöchigem Aufenthalt und bester Erholung, mussten wir uns leider von der Oase der Ruhe verabschieden, jedoch mit dem Entschluss, in nicht allzu ferner Zeit zurück zu kehren.